Die Geschichte der Kaffeesteuer

Von | Mai 6, 2016

Steuern kennt jeder und keiner mag sie, aber wie entstand die Steuer beim Kaffee? Gab es Änderungen? Wie sind die Finanzen in der Kaffeewelt geregelt? Fragen über Fragen, wenn es um die Finanzen geht. Kaffee war schon immer ein beliebtes Gut, auch im 17. Jahrhundert, als es den Weg nach Europa schaffte, musste die Regierung zusehen Steuereinnahmen zu generieren und was passt da besser, als ein neuer Trend?

Wo ist die Kaffeesteuer entstanden?

Kaffeesteuer - Verlauf der Geschichte

Kaffeesteuer – Verlauf der Geschichte

Im 17. Jahrhundert stieg der Kaffeeverbrauch erheblich an, als dieses Heißgetränk den Weg nach Europa gefunden hatte. In Preußen, Ende des 18. Jahrhunderts, ging der Versuch eines eigenständigen Kaffeemonopols zu Grunde und wurde im Zuge dessen, von einem Einfuhrzoll auf Kaffee ersetzt. Schon damals wurden die Finanzbeauftragten damit beschäftigt im Handel passende Abgaben zu erlassen, die die Wirtschaft des Landes unterstützen sollte. Diese gängige Art des Einfuhrzolls war jahrelang die weitverbreitetste Art Kaffeesteuer zu verlangen. Auch wenn die Finanzgerichte nicht wirklich ausgeprägt waren, gab es dennoch eine strenge Kontrolle der einzuführenden Waren.

In der Zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden die Kaffeezölle (Versteuerung) erheblich minimiert und letztendlich dem Land zugewiesen. Einige Jahre verlief alles normal, bis es zur Finanzreform kam. 1909 im Zuge dessen, wurden die Steuer bzw. die Abgaben noch einmal extrem angehoben. Nach der allseits bekannten Währungsreform in den Anfängen des 20. Jahrhunderts, scheiterte die Einführung des Zolls für Kaffee in jeder Hinsicht. Erst ab 1948 wurde einheitlich beschlossen, dass der Kaffee als normale Verbrauchersteuer abzuführen sei.

Diese Entscheidung der Finanzgerichte sorgte letztendlich auch für extreme Preise und beflügelte natürlich den Schwarzmarkt. Schmuggler konnten hier, wenn auch illegal, viel Geld verdienen.

Kaffeeanstieg nach Preissenkung

Als dann in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts die Kaffeesteuer von 10DM/Kg auf 4DM/Kg gesunken ist, blühte der Kaffeetrend. Auch Petitionen, die bis zuletzt noch stattfanden, wurden in der Instanz gänzlich abgelehnt. Einige Länder, darunter auch Deutschland, verlangen nach wie vor Kaffeesteuer.

Im Zuge des erhöhten Kaffeekonsums wurde auch die Industrie aufmerksam und baute nach und nach modernere und innovativere Produkte zum Kaffeekonsum. Auch die Kaffeemaschine hat große Sprünge seit diesen Jahrzehnten gemacht. Heut zu Tage läuft vieles elektronisch und die Entwicklung war rasant. Letztendlich ist die Kaffeesteuer human und hindert die zahlreichen Konsumenten nicht an dem Kaffeegenuss. Hoffen wir weiterhin, dass die Finanzgerichte sich um eine angemessene Besteuerung bemühen.

Josha Meyer (49 Posts)

Servus, Josha hier! Schön dass du vorbeischaust und einen Blick auf meine Website Finanzgericht-Saar.de wirfst. Wenn du hier bist hast du wahrscheinlich bereits einen kleinen Eindruck davon, was dich hier erwartet. Ich hoffe sehr, dass mein Blog und ich all deinen Erwartungen gerecht werden und du findest, wonach du suchst. Ich bin 41 Jahre alt und komme aus Berlin-Tegel. Hier lebe ich bereits seit meinem dritten Lebensjahr und habe die Stadt und die Mentalität der Menschen sehr lieben gelernt. Ein echter Berliner liebt vor allem die sozialen Kontakte die man hier knüpfen kann und den einzigartigen Humor. Unser Bier ist in der ganzen Welt bekannt und wird von uns angehimmelt. Hier findest du gelegentliche Schwänker aus meinem Leben in der deutschen Hauptstadt, welche meist vom Thema Finanzen dominiert werden. Dabei gehe ich mit allen Beteiligten hart ins Gericht und sage meine Meinung unverblümt und mit der Berliner Schnauze!


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